Suchthilfe wien kollektivvertrag

Die letzten Änderungen des Arbeitszeitgesetzes (AZG) haben die Möglichkeiten für flexible Arbeitszeitregelungen erweitert und deren Umsetzung tarifvertraglich vorbehalten. Inzwischen gibt es in den meisten Branchentarifverträgen in Österreich Bestimmungen über flexible Arbeitszeitregelungen. Dies bezieht sich insbesondere auf Bandbreitenmodelle und Gleitzeit. Bandbreitenmodelle ermöglichen es Unternehmen, die normale Arbeitszeit innerhalb eines bestimmten Schwankungskreises zu überschreiten, z. B. bis zu 44 Stunden pro Woche, um die normale Arbeitszeit innerhalb eines bestimmten Bezugszeitraums zu erreichen. Darüber hinaus können aufgrund von Ausnahmeregelungen in Tarifverträgen konkrete flexible Arbeitszeitregelungen (wie Bandbreitenmodelle und Gleitzeit) auf Betriebsebene von Betriebsrat und Geschäftsführung in einem Betriebsvertrag vereinbart werden. Der Gesetzgeber hat ein amtliches Verfahren, eine Verlängerungsverfügung (Satzungserklärung), vorgesehen, bei dem ein Tarifvertrag (oder ein Teil davon) auf im Wesentlichen gleiche Arbeitsverhältnisse ausgedehnt werden kann, die nicht durch eine Vereinbarung abgedeckt sind. Eine Erweiterungsverfügung erlässt das Bundesschiedsgericht auf Antrag einer Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerorganisation, die vertragsfähig ist. In der Praxis ist ein solches Verfahren relativ ungewöhnlich, da es nur wenige Beschäftigungsbereiche gibt, die nicht unter einen Tarifvertrag fallen. In Österreich ist die mit Abstand wichtigste Ebene der Tarifverhandlungen die sektorale Ebene der multinationalen Arbeitgeber. Darüber hinaus werden nur sehr wenige Vereinbarungen auf Unternehmensebene ausgehandelt; Sie bilden jedoch die Ausnahme.

Die Spitzenorganisationen der Sozialpartner sind in der Lage, branchenübergreifende allgemeine Tarifverträge (Generalkollektivvertrag) abzuschließen, aber sie sind äußerst selten und kaum von praktischer Relevanz: So wurde beispielsweise im September 1969 ein allgemeiner Tarifvertrag über die schrittweise Umsetzung der 40-Stunden-Woche unterzeichnet, der formal gültig ist, aber kurz darauf mit der Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes in Kraft trat.

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